Was bewegt mich, meine Jahresarbeit über virtuelle Individualität zu schreiben?

Wie bin ich darauf gekommen?

Den ersten Denkanstoß hatte ich im Jahr 2012, als es darum ging, ob ich mich bei Facebook anmelden wolle oder nicht. Damals entschied ich mich dagegen, aber eher, weil ich meine Privatsphäre nicht so publik machen wollte.

„Deine Bilder dort können verwendet werden ohne dass du es weißt. Es gibt dort extreme und unzensierte Gewaltfotos und Videos. Es werden sowieso nur gestellte Partyfotos hochgeladen.“

Das waren die Gedanken, die mich damals bewogen, mich nicht bei Facebook anzumelden. Im Jahr 2014 schließlich las ich im SPIEGEL ein Interview mit dem US – Informatiker Jaron Lanier, welcher 2014 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten hatte. Dies inspirierte mich dazu, seine Bücher, die in dem Interview erwähnt wurden, zu lesen.

Dort fand ich die Kritik über Facebook wieder, aber in viel schlagkräftigerer Verpackung, mit zusätzlichem Hintergrundwissen. So soll Facebook die Individualität schon beim Anmelden unterdrücken, in dem wir uns in Multiple-Choice Persönlichkeiten hineinquetschen müssen. „Männlich/weiblich? Sind sie Single? Ja/nein/überspringen“. Mehr gibt es nicht zu unserer Person zu klären. Bei so vielen Mitgliedern ist die Wahrscheinlichkeit sogar recht hoch, dass zwei ganz unterschiedliche Leute die Liste komplett gleich ausfüllen, Individualität adieu. Facebook ist hier natürlich nur ein Beispiel, welches mich stärker berührt hat, doch gerade um einen differenzierteren Standpunkt zu erhalten, ist es notwendig, sich das Internet anlässlich dem Aspekt von Individualität anzuschauen, um zu erkennen, was es mit ebendieser anstellt.

Gerade Jugendliche sind oft auf der Suche nach der eigenen Individualität und haben sie noch nicht voll entdeckt. Was macht dann das Internet mit ihnen? Diese Frage interessiert mich, denn wir suchen unsere eigene Bestimmung und unseren Platz in der Welt, die auch (und das immer mehr) das Internet umfasst.

Jaron Lanier begeisterte mich wegen seines kritischen Blickwinkels auf das Internet. Er behandelt in seinen Büchern viele Aspekte, die er für verbesserungswürdig hält, doch der Aspekt der Individualität berührte mich am meisten, denn Individualität hat jeder, oder auch nicht.

Hier das unglaublich aussagekräftige Beitragsbild.

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