Der Begriff Open Source (dt. quelloffen) wird in der Regel für Software verwendet, deren Quelltext für jeden Nutzer kostenlos über das Internet ersichtlich ist und auch kostenlos verwendet, verändert und weitergegeben werden darf. Somit fördert Open Source die gemeinschaftliche Entwicklung von Software, wobei es meist eine engere Gruppe von Entwicklern gibt, die entscheidet, welche Änderungen in die Software aufgenommen werden. Darüber hinaus können aus einem Projekt von außenstehenden Personen Abzweigungen und neue Projekte weiterentwickelt werden.

So ist z. B. das Betriebssystem Linux mit einer Open Source-Lizenz ausgestattet, ebenso wie die Schreibprogramme OpenOffice und LibreOffice, oder das Medienwiedergabeprogramm VLC media player. Die vorliegende Arbeit wurde beispielsweise mit Hilfe des Programms LibreOffice geschrieben.

Ob bei einer gemeinschaftlichen Arbeit innovative Ideen (im Sinne von völlig neuartig, wie sie z. B. Steve Jobs mit Apple gehabt hatte) entstehen können, bleibt abzuwarten. Jedoch ist Open Source zweifellos das beste Verfahren, wenn es um das Weiterentwickeln vorhandener Techniken geht. In erster Linie entstand Open Source aus der Absicht heraus, sich gegen die Kommerzialisierung der Software zu stellen, wie sie durch z.B. Microsoft und Apple entstanden war. Außerdem ist auch noch ein Zweig der Open Source Hardware im Entstehen, z. B. Arduino.

Inzwischen wird das Open-Source-Prinzip sogar auf andere Bereiche der Gesellschaft angewandt. In Form der Creative-Commons-Lizenz geschieht das bereits bei Fotos. Findet man ein Bild unter der Creative-Commons-Lizenz, kann man es frei herunterladen und selbst öffentlich weiter verwenden. Zum Beispiel verwende ich immer Fotos mit einer Creative-Commons-Lizenz als Beitragsbilder für diesen Blog.

Wenn man es so nimmt, kann man Wikipedia auch als eine Art von Open Source des freien Wissens ansehen, denn das Wissen auf Wikipedia ist „Gemeingut“, vorausgesetzt, man hat einen Internetzugang und ein fähiges Gerät.

Das Beitragsbild zeigt auf überspitzte Art die Sichtweise kommerzieller Software-Entwickler, z. B. Microsoft auf die Open Source-Bewegung.

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2 Gedanken zu “2.1.3 Open Source

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